Milchviehställe
4 Konzepte von 74 bis 240 Liegeplätzen
Umbau oder Neubau – mit Liegeboxen, Fressplatz und Stallklima, abgestimmt auf Ihre Herde.
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Mastviehställe
Tretmiststall mit über 5,2 m² pro Tier
Bullenmast mit viel Platz, einfacher Entmistung und Technik für gesundes Wachstum.
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Pferdeställe
Boxen, Stallgasse und Einrichtung
Sichere Boxen und durchdachte Wege – für Pferde, die sich wohlfühlen, und Reiter, die effizient arbeiten.
Pferdestall-Einrichtung ansehenStalleinrichtung für Rinder
Vier Baustellen für einen
funktionierenden Rinderstall
Liegeboxen · Stallklima · Futtertisch · Tränketechnik
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Liegeboxen
Hoch- und Tiefboxen für Milchkühe und Jungvieh, mit Boxenbügeln, Nackenrohr und passendem Montagematerial.
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Stallklima
Ventilatoren und Windschutznetze mit Steuerung, die bei Hitze automatisch zuschaltet.
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Futtertisch
Selbstfang- und Palisadenfressgitter für Großvieh, Jungvieh und Kälber, als Standardmaß oder auf Maß gefertigt.
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Tränketechnik
Ventil-, Trog- und Weidetränken für Rinder, auch beheizt für den frostsicheren Winterbetrieb.
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So läuft Ihr Stallprojekt ab
Ob Umbau eines Altgebäudes oder Neubau: Wir begleiten Sie von der ersten Anfrage bis zur Übergabe, mit einem festen Ansprechpartner.
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Anfrage
Sie schildern uns Betrieb, Tierbestand und Vorhaben, per Telefon unter 02243 85 895 800 oder über das Kontaktformular.
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Besichtigung vor Ort
Ein Fachberater aus dem Außendienst schaut sich Ihren Stall oder die Baufläche an und nimmt Maße und Anforderungen auf.
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Planung
Gemeinsam mit Ihnen und Ihrem Planer stimmen wir die Einrichtung aufeinander ab – von Liegebox und Fressgitter bis zu Raufe, Tränke und Stallboden.
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Lieferung und Übergabe
Viele Komponenten liefern wir direkt ab Lager. Wir begleiten Sie bis zur Übergabe Ihres fertigen Stalls.
Du planst einen Um- oder Neubau?
Unsere Ansprechpartner
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Fachberater · Praxisnah · Persönlich · Erfahren
Häufig gestellte Fragen zu modernen Stallkonzepten
Für ausgewachsene Milchkühe planen wir Liegeboxen mit mindestens 2,50 m Länge, wenn sich zwei Boxenreihen gegenüberliegen und einen gemeinsamen Kopfraum haben. Wandständige Boxen ohne freien Kopfraum brauchen mehr Länge, in der Regel 2,70 bis 3,00 m, damit die Kuh beim Aufstehen genug Schwungraum für den Kopf hat. Die Boxenbreite liegt je nach Rassengröße bei 1,20 bis 1,30 m. Das Nackenrohr wird ebenfalls auf die Tiergröße angepasst. Hier sind mit unserem Kuhfreund und dem gewellten Nackenrohr mehrere Optionen möglich. Eine optimale eingestellte Liegebox erhöht somit die Liegezeit der Kuh und sorgt für eine bessere Milchleistung, sowie eine gesündere Herde.
Milchkühe reagieren deutlich früher auf Wärme als Menschen. Ab etwa 15 °C Stalltemperatur ist Hitzestress messbar: Die Kühe fressen weniger, die Milchleistung sinkt und die Fruchtbarkeit verschlechtert sich. Bei hoher Luftfeuchtigkeit beginnt die Belastung schon früher. Wir empfehlen deshalb eine automatische Steuerung, die die Ventilatoren bereits ab 15-18 °C zuschaltet, bevor die Tiere leiden. Welche Ventilatoren für Ihren Stall passen und in welchen Umfang diese benötigt werden, richtet sich nach Stallbreite, Belegung und vorhandener Querlüftung über Traufseiten und Lichtfirst. Deshalb rechnen wir das Stallklima für jedes Projekt einzeln.
Eine laktierende Hochleistungskuh trinkt je nach Leistung und Temperatur bis zu 150 Liter Wasser am Tag, einen großen Teil davon direkt nach dem Melken. Als Faustformel planen wir 1 Tränkestelle pro 20 Tiere mit einem Durchfluss von mindestens 40 Litern pro Minute, bei Hochleistungsherden 1 Tränkestelle pro 15 Tiere. Bei Trogtränken sollten ca. 6-10cm Tränkelänge pro Tier gerechnet werden! Jede Gruppe sollte mindestens zwei räumlich getrennte Tränken haben. So können rangniedere Tiere ausweichen und werden nicht von ranghöheren verdrängt. Tränken gehören in jede Stallzone, auch in den Abkalbe- und Krankenbereich, und sollten gut erreichbar und leicht zu reinigen sein. Schnellablauftröge erleichtern die tägliche Reinigung deutlich.
Für laktierende Kühe hat sich ein Langtag-Programm bewährt: 16 Stunden Licht mit 150 bis 200 Lux im Tierbereich, gefolgt von etwa 8 Stunden Dunkelheit. Die Dunkelphase ist genauso wichtig wie die Helligkeit, denn erst der regelmäßige Wechsel wirkt sich positiv auf Futteraufnahme, Milchleistung und Fruchtbarkeit aus. Für Kontrollgänge in der Nacht eignet sich ein schwaches Orientierungslicht, das den Rhythmus nicht stört. Trockenstehende Kühe profitieren dagegen eher von kürzeren Lichttagen. Wir setzen auf dimmbare LED-Systeme mit Zeitsteuerung, die gegenüber konventioneller Beleuchtung bis zu 60 % Energie einsparen können.
Das lässt sich nicht pauschal beantworten. Es hängt von der Bausubstanz, der geplanten Endgröße und den verfügbaren Fördermitteln ab. In unserer Praxis zeigt sich: Bis etwa 90 Liegeplätze lohnt sich häufig ein Umbau, sofern die Tragfähigkeit der Altstruktur ausreicht und genug Breite für einen 3-Reiher vorhanden ist. Ab etwa 120 Liegeplätzen amortisiert sich ein Neubau in der Regel schneller, weil die Folgekosten für Kompromisslösungen entfallen. Im Bereich dazwischen entscheiden der Zustand von Dach und Statik, der Platz für spätere Erweiterungen und die künftige Arbeitswirtschaft. Wir schauen uns Ihr Gebäude deshalb vor Ort an und vergleichen beide Varianten, bevor Sie sich festlegen.
Die wichtigste Förderung für Stallbauten in Deutschland ist das Agrarinvestitionsförderungsprogramm (AFP). Es wird von den Bundesländern umgesetzt, deshalb unterscheiden sich Fördersätze, Antragsfristen und Voraussetzungen je nach Land. Für besonders tiergerechte Ställe gibt es in vielen Ländern eine höhere Förderung, wenn bauliche Tierwohl-Anforderungen erfüllt werden, etwa mehr Platz pro Tier, Auslauf oder komfortable Liegeflächen. Welche Stalleinrichtung im Einzelfall förderfähig ist, legt die jeweilige Landesrichtlinie fest. Wichtig: Der Förderantrag muss in der Regel bewilligt sein, bevor Sie Aufträge vergeben. Wir beraten Sie gern zu den Anforderungen an die Stalleinrichtung und stimmen die Planung mit Ihrem Förderberater ab.
Lahmheit gehört zu den häufigsten Gesundheitsproblemen in Milchviehbetrieben und zu den wichtigsten Abgangsursachen. Lahme Kühe liegen schlechter, gehen seltener zum Futtertisch und geben weniger Milch. Dazu kommen Behandlungen und eine höhere Remontierungsrate. Wir empfehlen mindestens zweimal jährlich eine funktionelle Klauenpflege für die gesamte Herde, zum Beispiel zum Trockenstellen und während der Laktation, ergänzt durch die regelmäßige Kontrolle auffälliger Tiere. Ein fest installierter Klauenpflegestand im eigenen Stall erleichtert die Behandlung einzelner Tiere zwischen den Terminen. Vorbeugend wirken saubere, trockene und griffige Laufflächen, etwa mit Gummimatten, sowie richtig eingestellte Liegeboxen.
Von der ersten Besichtigung bis zur schlüsselfertigen Übergabe planen wir erfahrungsgemäß 6 bis 14 Monate ein, je nach Baugröße, Genehmigungsverfahren und Ausbaustufe. Umbauten an Altgebäuden lassen sich häufig abschnittsweise im laufenden Betrieb umsetzen. Bei Neubauten bestimmt oft das Genehmigungsverfahren den Zeitplan. Die meisten Milchviehställe werden über eine Baugenehmigung genehmigt. Anlagen ab 600 Rinderplätzen brauchen zusätzlich eine Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz, was mehr Zeit für Gutachten und Verfahren kostet. Wer früh plant, sichert sich außerdem bessere Liefertermine für Stalleinrichtung und Montagekapazitäten.
Maßstab in Deutschland sind die BMEL-„Leitlinien zur Beurteilung von Pferdehaltungen unter Tierschutzgesichtspunkten". Für eine Einzelbox gilt eine Mindestfläche von (2 × Widerristhöhe)². Bei 1,65 m Widerristhöhe sind das rund 10,9 m². Für Stuten mit Fohlen gilt mindestens (2,3 × Widerristhöhe)². Die lichte Deckenhöhe sollte mindestens das 1,5-Fache der Widerristhöhe betragen. Das sind Mindestwerte, mehr Platz kommt dem Pferd immer zugute. Trennwände sollten oben vergittert sein, damit die Pferde Kontakt zueinander halten können.
Entscheidend sind Trittsicherheit, Rutschfestigkeit und leichte Reinigung. In Stallgasse und Waschplatz verringern Gummimatten die Rutschgefahr bei nassem Boden und sind gelenkschonender als blanker Beton. Im Paddock verhindern Paddockplatten, dass der Boden bei Regen zu Matsch wird. So bleiben die Hufe trockener und die Fläche ist das ganze Jahr nutzbar.